Die österreichische Choreografin Helene Weinzierl gründete 1995 nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit als Tänzerin die cieLaroque/helene weinzierl, mit der sie bei zahlreichen Festivals u.a. in den USA, Japan, Südamerika, Singapur, Russland und europaweit, in über 200 Städten, gastierte. Sie ist künstlerische Leiterin des Festivals per.form>d<ance in Salzburg und gründete 1990 den Verein tanzimpulse Salzburg, der jährlich unter der Leitung von Peter Huber die Internationalen Oster- und Herbsttanztage sowie die Salzburger Performance Tage veranstaltet. (www.tanzimpulse.at).

cieLaroque/helene weinzierl zählt zu den meist tourenden Ensembles der österreichischen Tanzszene und zeigt seit über 15 Jahren weltweit ihre Produktionen.

Einige ihrer Produktionen kennzeichnet die Verbindung von Tanz und Schauspiel, andere widmen sich ausschließlich einer klaren und intensiven Bewegungssprache. In den letzten Jahren prägten spartenübergreifende Stücke und der Einsatz von Video die Arbeit der Kompanie. Bei fast allen Produktionen stehen gesellschaftspolitische Themen im Mittelpunkt.

Das erste abendfüllende Stück FEUERLAND wurde mit einem Preis in Deutschland ausgezeichnet. Die Produktionen „systems<damaging>systems“, „.. and the damage done“, sowie das Solo „duo para ella > comida para dos“ und auch die Produktion „0-0-0>5“ wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. 2005 wurde die Produktion „TROPEA couch potatoes paradise“ in Edinburgh für den „Amnesty International Award for the art“ nominiert.
Habibi problem erhielt den Arena-Jurypreis 2009 des Festivals in Erlangen "ARENA. der jungen Künste". Die fünfköpfige Fachjury bezeichnete cieLaroques Performance «habibi problem», als die gelungenste, rundeste und bewegendste Produktion des Festivals». 2010 erhielt Helene Weinzierl den Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg. 2012 erhielt sie für esnes.n.on2 beim Internationalen Theaterfestival Apostrof in Prag den Publikumspreis. Democrazy wurde 2012 vom bmu:kk mit einer Prämie ausgezeichnet.


"Der leere Raum bildet für mich als Tänzerin und Choreografin die carte blanche für meine Arbeiten. Sobald Menschen diesen Raum mit ihrer Präsenz erfüllen, fängt der Raum an, zu leben, wird mit Motiven durchdrungen, eine Verbindung mit dem Mensch entsteht und damit eine Verbindung mit allem, was Mensch sein ausmacht. Während ich versuche Bilder, die nahe am architektonischen Gestalten und im Abstrakten beheimatet sind, zu entwerfen, rückt in den meisten Arbeiten dann doch immer der Mensch, konkret und in seinem Zusammentun mit anderen in den Vordergrund. Daher sind für mich gesellschaftspolitische Themen immer interessant. Ich denke auch, dass es Aufgabe der Kunst ist, in diesem Zusammenhang Missstände sichtbar zu machen, wobei ich es vorziehe, den ZuseherInnen zu zeigen, was aus meiner Sicht ist. Über das Warum nachzudenken, überlasse ich den ZuseherInnen und wenn das dann auch tatsächlich geschieht, habe ich den Raum, meine Bewegungssprache in der für mich optimalen Weise genutzt."

Helene Weinzierl