> BON VOYAGE GUSTAVE S.
Theater- und Videoproduktion 2003-2004


Choreografie / Idee / Konzept Helene Weinzierl
Regie Helene Weinzierl / Claudia Heu
Text Bodo Hell / Antonio Lobo Antunes / Karsten Rühl
Cast / Bühne / Hauptdarsteller Karsten Rühl
Cast / Video Lisbeth Ebner-Haid , Julia Ebner, Marion Hackl, Anna Hauer, Claudia Heu, Margit Lindbichler, Dietmar Nigsch; Giordana Pascucci, Otto Pichler, Jeremy Silverstein; Albert Weilguny
Lif(v)e Kamera Robert Tirpak
Kamera / Schnitt Bernhard Pötscher, Othmar Schmiderer
Schnitt Petra Hinterberger, Bernhard Pötscher
Videoanimation / Mischpult Petra Hinterberger
Ton Ulrich Göbl
Sounddesign Martin Löcker
Lichtdesign Bühne Albert Haderer
Lichttechnik Video Martin Ofenböck/ Isabella Derflinger
Musikcollage und Komposition Kynos Kutis/ Fanfare
Dialog Coach (Zirkus) Anna Hauer
Regie Coach (Zirkus) Annetta Mäser
Kostüme Marion Hackl
Maske Ruth Rembart, Franziska Gusenbauer, Margret Kranner
Fotos Peter Huber, Bernhard Pötscher
AKM Musikrechte Kynos Kutis / Fanfare Ciocarlia Radio Pascani CD Piri 254
Co-Produzenten ARGEkultur Gelände Salzburg, tanzimpulse Salzburg
Dauer 60 Minuten
Premiere März 2003 ARGEkultur Gelände Salzburg, dietheater Wien Imagetanz
mit besonderer Unterstützung BK Kunst, Wien Kultur, AK Salzburg, Art nach Lust/Georg Daxner


Gustav S. und seine Schwester stammen aus einer angesehenen, reichen und traditionellen Industriellenfamilie. Der Vater hatte gehofft der Sohn werde später im florierenden väterlichen Großunternehmen arbeiten, doch gegen die Erwartungen des Vaters übernimmt er nicht dessen Betrieb, sondern flieht in die Philosophie, nimmt ein Studium auf, schlägt eine Beamtenlaufbahn ein und unterrichtet an einer Schule. Seine erste Frau, eine Schöne der vornehmen Gesellschaft, mit der er einer Tochter hat, verlässt ihn. Bei der zweiten Frau, einer aktiven Kommunistin aus der Arbeiterklasse stört den Spross aus angesehenem, reichem und traditionellem Hause der Arme-Leute-Geruch. Das Stück erzählt von Gustav S., der im Regelwerk einer selbstgerechten Gesellschaft keinen Platz, keinen Atem und kein Ziel findet oder zu finden glaubt. Die grellen Anklagen der Familie, Freunde, Kollegen und seiner Ehefrauen wachsen zum Höllenchoral.

Eine Komposition aus Text, Film und Bewegungsbildern in Anlehnung an den Roman von Antonio Lobo Antunes „Die Vögel kommen zurück“ und nach Texten von Bodo Hell und Karsten Rühl.

Programmtext
Gustave S. bittet Sie, wertes Publikum, Zeuge seines bisherigen Lebens zu sein, seiner Trennungen, seiner Sprachlosigkeit – dieser - Lebensveranstaltung. Er braucht Ihre Anwesenheit, Ihre Aufmerksamkeit, verehrtes Publikum, um die nächsten Schritte zu wagen.